Klappmesser.at



Der richtige Schliff

Ein Klappmesser lebt wie jedes andere Messer in erster Linie von seiner Klinge. Diese sollte Robust und vor allem scharf sein. In der Industrie gibt es die unterschiedlichsten Methoden um dem Klappmesser die richtige Schärfe zu Geben. Die Techniken reichen vom „simplen“ Steinschliff, wobei einfache teils Handelsübliche Schleifsteine zum Schärfen verwendet werden, über den berühmten Diamantschliff, wobei die Schleifsteine mit Diamantstaub beschichtet sind um den Messern so eine besondere Schärfe zu verleihen und auch besonders harte Stahlsorten optimal schleifen zu können, bis hin zu den Hochmodernen Laser-Schleiftechniken. Bei der Lasermethode wird die Klinge des Klappmessers mittels Laser, also gebündeltem Licht, auf hundertstel Millimeter genau zugerichtet. Dadurch soll nicht nur eine überragende Schärfe erreicht werden, sondern auch vor allem eine lange Lebensdauer durch ideale Winkelsetzung.

Wird ein Klappmesser jedoch unpfleglich behandelt, zweckentfremdet und missbraucht, ist es nahezu egal auf welche Weise es hergestellt wurde. Die Klinge stumpft dann auf jeden fall ab. Auch beim rationalen Gebrach stumpft das Messer mit der Zeit ab. Darum ist es wichtig die Schärfe und den Schliff des Messers aufrecht zu erhalten und auch gelegentlich neu nachzuziehen. Dabei können sich Eigenschaften wie Feindgefühl, Geduld und Sorgfalt als überaus nützlich erweisen. Denn das Schärfen von Messern erfordert mehrere Arbeitsschritte und große Sorgfalt. Die Klinge muss zuerst geschliffen werden. Da man jedoch keinen groben Schleifstein verwenden darf, kann dieser Arbeitsschritt bereit viel Zeit in Anspruch nehmen. Nach dem Schleifen sollte das Messer auf jeden Fall gewetzt werden um die beim Schleifen entstandenen Scharten auszuglätten. Wer sein Klappmesser liebt und es auch entsprechend behandelt, gönnt dem gesamten Stück eine anschließende Reinigung inklusive Politur.

Jedes Messer, egal ob Klappmesser oder Küchenmesser haben von Werk aus einen Grundschliff. Dieser ist in der Regel je nach Preisklasse des Stücks entsprechend optimal gesetzt. Jedoch geht dieser Grundschliff mit der Zeit verloren und so ist es wichtig das Messer richtig zu schleifen. Das eigentliche Schleifen ist eher selten nötig jedoch kann man hier eine Menge falsch machen und im schlimmsten fall die Messer unwiederbringlich beschädigen. Darum ist es wichtig keine zu groben Schleifsteine zu verwenden, ebenso sei auch von Schleifmaschinen abgeraten. Zum einen hat man da viel zu wenig Kontrolle über den Abrieb, zum anderen ist die Verletzungsgefahr zu hoch, sollte die Klinge von dem Schleifstein mitgerissen werden.

Nach jedem Schleifen sind einige Züge über den Wetzstein Pflicht. Ihr Klappmesser wird es Ihnen danken. Auch bei üblichen Abnutzungserscheinungen reicht es oft den Schliff durch das Wetzen nur wieder anzurichten. Hierfür eignet sich ein Rundstahl am besten. Das Messer in einem 45° Winkel ansetzen und einfach zwischen fünf und zehn Mal auf jeder Seite abziehen.

Außerdem sollte man sein Klappmesser in regelmäßigen Abständen und vor allem nach dem Gebrauch vor Dreck und Fremdkörpern befreien. Da diese sonst unweigerlich zu Schäden an der Klinge und den Mechanismen führen. Auch Feuchtigkeit ist ein ernstzunehmendes Risiko für das Klappmesser. Trotz dass die meisten Messer aus rostfreiem Stahl gefertigt werden, kommt es in folge von Kontakt mit Säuren und Schäden durch Fremdkörper zu Anfällen von Oxidation. Darum ist es wichtig das Messer mit einer entsprechenden Politur Buchstäblich auf Hochglanz zu bringen. Das hilft nicht nur die Lebensdauer der Klinge zu verlängern, sondern auch den materiellen und persönlichen Wert ihres Taschenmessers deutlich zu machen.

http://www.klappmesser.at/der-richtige-schliff.html - 05/26/2010 12:48:11 pm