Klappmesser.at



Taschnemesser und ihre Funktionsweise

Klappmesser waren bereits in der Antike bekannt und wurden stetig weiterentwickelt. Dementsprechend hat sich auch eine breite Palette von unterschiedlichen Funktionsweisen entwickelt. Ursprünglich bestand das Klappmesser aus den Grundelementen, aus einem Griff und einer Klinge welche zu Transportzwecken oder zur Aufbewahrung in den Griff geklappt werden konnte. Da es zu dieser Zeit noch keinerlei Stopper oder Verschlussmechanismen gab, war die Verletzungsgefahr bei Unachtsamkeit überaus hoch. Der Vorteil der Feitel, wie das Klappmesser auch genannt wird, lag lediglich in der kompakten Form und sicherlich als Statussymbol. Seit dem hat sich im Detail jedoch viel verändert. Das Taschenmesser wird immer mehr zu einem Hightechprodukt.

Der erste Schritt zur Verbesserung der Handhabung von Klappmessern war sicherlich der Einbau von Riegelmechanismen zum Fixieren der Klinge, so dass diese nicht versehentlich zuklappen und zu Verletzungen der Finger führen konnte. Ebenso lässt sich das unbeabsichtigte Zuspringen der Klappmesser durch mehr oder weniger leichten Federdruck, oder durch Reibung verhindern. Die Reibung entsteht ganz einfach, wenn der Griff fester zusammengezogen wird und somit ein höherer Druck auf die Klinge wirkt. Die Wahl der einzelnen Systeme ist in erster Linie eine Geschmacksfrage. Eine konkrete Tendenz zu einem bestimmten Mechanismus lässt sich nicht feststellen. Jedoch sollte man bei der Wahl des Feitels auf einen anständig und sauber gearbeiteten Nagelhau achten. Damit ist die Kerbe in der Klinge gemeint, an der man das Klappmesser mit dem Nagel öffnen kann.

Eine spätere Neuerung war es dann das Klappmesser durch zusätzliche Funktionen zu erweitern. Ein sehr bekanntes Beispiel für diese Art der Taschenmesser, ist das Schweizer Armeemesser. Diese beinhalten die unterschiedlichsten Klappwerkzeuge. Das neueste Modell enthält sogar eine USB-Speicherkarte. Ein Zeichen dafür, dass Klappmesser nicht nur in der freien Wildnis von Nutzen sind, sondern immer mehr als generelles Statussymbol angesehen werden. Eine nahezu ironische Entwicklung ist das Schweizer Messer ohne Messerklinge, dafür aber mit umso zahlreichen Klappwerkzeugen. Dies ist eine Reaktion der Hersteller auf die immer strengeren Kontrollen und Vorschriften bei Fluggesellschaften.

Besonders bei Einhandmessern lassen sich außerordentlich raffinierte Mechanismen finden. Das liegt unter anderem daran, da diese Messer nahezu ausschließlich für militärische und paramilitärische Zwecke gefertigt werden. Bei allen Mechanismen und Entwicklungen der Klappmesser, darf man jedoch niemals den wesentlichen Kern aus den Augen Verlieren. Entscheidend sollte stets die Qualität der Verarbeitung des Taschenmessers sein, ebenso wie der Schliff und die Funktionalität. Die Vielfältigkeit bzw. die Quantität der Klappwerkzeuge ist eher als zweitrangig zu bewerten.

http://www.klappmesser.at/taschnemesser-und-ihre-funktionsweise.html - 05/26/2010 12:47:03 pm